22. Juli 2006 - Achtachserabschied

In Köln ging am 22. Juli 2006 eine Ära zu Ende. Der legendäre Achtachser mit 5 Türen wurde offiziell verabschiedet und in den Ruhestand geschickt.

Die Fahrzeuge prägten das Stadtbild für viele Jahrzehnte – in der Hochzeit waren um die 200 Wagen in Betrieb. Daher nutzen neben Straßenbahnfans auch viele Bürger die letzte Gelegenheit, mit einem der vier Wagen die Strecken nach Junkersdorf oder Poll zu befahren.

Dazwischen reihten sich der Gleispflegezug „Alte Lady“ und der Werkstattwagen ein, die am Neumarkt einen Blick in den Fahrzeugraum erlaubten. Der Partyzug „Colonia-Express“ beherbergte an diesem Tag den Tramladen des Straßenbahnmuseums.

Leider war meine Zeit knapp bemessen – und so musste ich mich mit einigen Schnappschüssen in Poll begnügen. Aber Sonderfahrten haben auch immer merkwürdiges. Es fühlt sich nicht „echt“ an. Und so blicke ich lieber auf die Zeiten zurück, als ich als junges Kind mit de 9 nach Chorweiler zur lieben Verwandtschaft gefahren bin, mit der 4 zum Einkaufen nach Mülheim oder zum Papa am Wochenende mit der 7 nach Porz-Zündorf.

Ob ich mich nun ärgere, so spät mit dem Hobby begonnen zu haben? Auf keinen Fall. Der Wechsel der Fahrzeuggenerationen, die Neustrukturierung des Liniennetzes und der Endausbau in ein barrierearmes Stadtbahnnetz war eine spannende Zeit. Jetzt, 2016, finde ich es so langweilig, wie es vermutlich die Enthusiasten empfunden haben, als es über 200 Achtachser gab.

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